





Die Josephine-Baker-Gesamtschule ist eine gebundene Ganztagsschule. Der Schultag beginnt um 7:30 Uhr mit dem Offenen Anfang, der Unterricht startet um 8:20 Uhr. An durchschnittlich drei Tagen pro Woche geht der Schultag bis 16:05 Uhr. Die Ganztagsgestaltung verbindet verbindliche Lernzeiten mit Angeboten, die Raum für Bewegung, Erholung, Eigenverantwortung und gemeinsames Handeln schaffen.
Zentrale Bestandteile des Ganztags sind:
- der Offene Anfang am Morgen
- der tägliche Freiraum mit Lernwerkstätten (LWs)
- die Teilnahme an Arbeitsgemeinschaften (AGs)
- das Engagement in Schulmannschaften
- die Übernahme von Schulverantwortung
- die gemeinsame Mittagsverpflegung in der Mensa
- das MINT-Zentrum mit Öffnung ins Quartier
- die Spieleausleihe im Bauwagen auf dem Schulhof
Offener Anfang
Von 7:30 bis 8:20 Uhr beginnt der Schultag mit einem offenen Ankommen. Die Schülerinnen und Schüler nutzen diese Zeit, um selbstständig zu arbeiten, Materialien vorzubereiten oder in ruhiger Atmosphäre den Tag zu beginnen.
Freiraum und Lernwerkstätten
Der Freiraum findet täglich von 11:40 bis 13:05 Uhr statt. Er ist eine feste Mittagsfreizeit, in der die Schülerinnen und Schüler wählen können, wie sie die Zeit gestalten: beim Spielen und Erholen auf dem Schulhof, beim gemeinsamen Mittagessen oder bei der Teilnahme an Lernwerkstätten.
Lernwerkstätten sind kurze Angebote von etwa 40 Minuten. Sie greifen unterschiedliche Themen auf – von sportlich-bewegten Aktivitäten über kreative und handwerkliche Arbeiten bis zu naturwissenschaftlichen Experimenten. Jede Schülerin und jeder Schüler nimmt mindestens einmal pro Woche verpflichtend an einer Lernwerkstatt teil, weitere können freiwillig besucht werden. Informationen finden Sie hier.
Arbeitsgemeinschaften (AGs)
Mehrmals pro Woche nehmen die Schülerinnen und Schüler an AGs teil. Sie wählen halbjährlich neu aus einem breiten Spektrum: künstlerische Angebote, Theater, Musik, sportliche Aktivitäten, Naturwissenschaft und Technik, soziales Engagement oder Projekte in Kooperation mit externen Partnern.
Schulmannschaften
Schulmannschaften ergänzen den regulären Sportunterricht. Sie bieten die Möglichkeit, kontinuierlich zu trainieren und die Schule bei Wettbewerben zu vertreten.
Schulverantwortung
Schülerinnen und Schüler übernehmen Verantwortung im schulischen Alltag. Sie engagieren sich in Diensten, Projekten und Gremien, unterstützen die Organisation des Schullebens und leisten so einen Beitrag für die Gemeinschaft.
Mensa
Die Mittagsverpflegung findet in der Mensa statt. Schülerinnen und Schüler erhalten dort ein frisch zubereitetes Mittagessen mit verschiedenen Menülinien, darunter auch vegetarische Optionen. Das gemeinsame Essen ist Teil des rhythmisierten Tagesablaufs. Informationen erhalten Sie hier.
MINT-Zentrum
Ein besonderer Bestandteil des Ganztags ist das MINT-Zentrum Nord der Schule. Hier können die Schülerinnen und Schüler praktisch arbeiten, forschen und eigene Projekte umsetzen. Zur Ausstattung gehören u. a. eine Holz- und Metallwerkstatt, eine Fahrradwerkstatt, ein Labor, ein Schulgarten mit Bienen, digitale Anwendungen wie 3D-Druck sowie vielfältige Materialien zum Experimentieren.
Die Angebote der MINT-Werkstatt sind in den Ganztag integriert: Sie finden in AGs, Lernwerkstätten oder Projekten statt und stehen allen Jahrgängen offen. Neben der Nutzung durch die eigene Schülerschaft ist die Werkstatt auch für Gruppen anderer Schulen geöffnet.
Die MINT-Werkstatt ist Teil eines Netzwerks von Partnern, das u. a. die IHK Frankfurt, Provadis und den Verband der Chemischen Industrie Hessen umfasst. In Zusammenarbeit mit außerschulischen Einrichtungen entstehen praxisnahe Projekte, die schulisches Lernen mit Berufsorientierung verbinden. Damit öffnet sich die Schule bewusst ins Quartier und knüpft Verbindungen zu Wirtschaft, Wissenschaft und Vereinen.
Spieleausleihe im Bauwagen
Auf dem Schulhof steht den Schülerinnen und Schülern ein Bauwagen mit Spieleausleihe zur Verfügung. Dort können sie in Pausen und im Freiraum Spiel- und Sportgeräte ausleihen – z. B. Bälle, Springseile oder Gesellschaftsspiele – und sie gemeinsam nutzen.
Die Ausleihe wird von einer Freiwilligenkraft (FSJ) sowie von Schülerdiensten betreut. Sie ist ein fester Bestandteil der Pausengestaltung und trägt dazu bei, dass Bewegung, Spiel und gemeinsames Handeln selbstverständlich zum Schultag gehören.
Pädagogische Leitideen und Organisation
Das Ganztagskonzept der Josephine-Baker-Gesamtschule verbindet Unterricht, Lernzeiten, Freizeit und gemeinschaftliches Handeln zu einem zusammenhängenden Tagesrhythmus.
Individuelle Förderung und Heterogenität
Die Schule versteht sich als Lern- und Lebensraum für Kinder mit unterschiedlichen Voraussetzungen. Lernangebote sind differenziert gestaltet, sodass jede Schülerin und jeder Schüler auf dem eigenen Niveau arbeiten kann. Fachbüros in den Hauptfächern, Fachintensivstunden und Fördermaßnahmen unterstützen diese individuelle Arbeit. Lernberatungsgespräche begleiten den Prozess.
Projektorientiertes Lernen
In fächerübergreifenden Projekten entwickeln die Schülerinnen und Schüler eigene Fragestellungen, forschen gemeinsam und präsentieren Ergebnisse. Dabei verbinden sich fachliche, praktische und kreative Aspekte. Projektarbeit fördert Zusammenarbeit, Selbstorganisation und kritisches Denken.
Rückmeldung und Leistungsbewertung
Bis einschließlich Jahrgang 7 werden Lernfortschritte ohne Noten dokumentiert, sondern über Lernentwicklungsberichte und Feedbackgespräche. Ab Jahrgang 8 erhalten die Schülerinnen und Schüler Noten, die weiterhin durch Beratung ergänzt werden.
Rhythmus von Anspannung und Entspannung
Der Tagesablauf ist so strukturiert, dass Lern- und Ruhephasen in Balance stehen. Bewegte Pausen, der tägliche Freiraum und das gemeinsame Mittagessen sind feste Bestandteile, die Erholung ermöglichen.
Zusammenarbeit mit Partnern
Die Schule arbeitet eng mit der Jugendhilfe, mit Vereinen, Hochschulen und Einrichtungen im Stadtteil zusammen. Diese Kooperationen erweitern die schulischen Angebote und fördern die Öffnung der Schule ins Quartier.